K -News vom 17.04.2018

Kabel und Rohre so schnell bedrucken, wie ein Löwe rennt


Ein Löwe auf der Jagd erreicht über 60 km/h. Ähnlich schnell arbeiten Extruder moderner Kabelproduzenten. Das Problem: Kennzeichnungssysteme drohen zum Flaschenhals der Produktion zu werden. Die Lösung der Paul Leibinger GmbH & Co. KG: JET Rapid – einer der weltweit schnellsten Continuous Inkjet -Drucker, der mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000 m/min. Schritt hält. Zu den Anwendern zählt der Kabelherstellter HUBER+SUHNER aus Pfäffikon in der Schweiz.
 
In der Kabelproduktion schießen die Adern – die elektrischen und optischen Leiter – durch Extruder, die sie mit einer schützenden Ummantelung aus Materialien wie Teflon, PE oder Silikon versehen. Spitzenlinien werden immer schneller, laufen mittlerweile mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h – ein Tempo, bei dem Drucker hinter dem Extruder in die Knie zu gehen drohen. Herstellername, Logo, Chargennummer und Längenmarkierung sind verzerrt und schlimmstenfalls nicht mehr lesbar. Die Folge, mit der viele Kabelproduzenten zu kämpfen haben: Stößt der Drucker nur zwei Minuten an seine Grenzen, landen zwei Kilometer wertvollen Kabels in der Mülltonne. Was tun, um mehr Produktionssicherheit zu haben?
 

JET Rapid kennzeichnet 1000 Meter Kabel pro Minute
 
„Um Drucker in solchen Hochgeschwindigkeitsanlagen nicht zum Nadelöhr werden zu lassen, haben wir den CIJ-Drucker JET Rapid entwickelt – eines der schnellsten industriellen Kennzeichnungsysteme der Welt“, erklärt Christina Leibinger, Geschäftsführerin des Produktkennzeichnungsspezialisten Leibinger aus dem baden-württembergischen Tuttlingen. „Die Drucker garantieren ein einwandfrei lesbares Schriftbild, selbst bei Bandgeschwindigkeiten von 1000 Metern pro Minute.“ 
 


Zylinderförmiger Druckkopf des JET Rapid im Einsatz: Die Tintentropfen landen als Bildpunkte auf dem Kabel und trocknen in weniger als einer Sekunde.  

 
Der JET Rapid ist prädestiniert für die High-Speed-Beschriftung in der Draht-, Kabel- und Rohrherstellung, bestätigt die HUBER+SUHNER AG, ein weltweit aufgestelltes Schweizer Unternehmen der elektrischen und optischen Verbindungstechnik mit einem Jahresumsatz von über 650 Millionen Euro. „Wir haben die Drucker in ausgiebigen Tests mit anderen Herstellern verglichen“, sagt Thomas Haab, Projektmanager bei der HUBER+SUHNER AG. „Dabei haben wir festgestellt, dass wir vor allem mit Leibinger die Geschwindigkeiten erreichen können, die wir uns vorstellen.“
 
Die Drucker sind zudem ausfallsicher, dank eines automatischen Verschlusssystems namens Sealtronic, das auf dem Markt einzigartig ist. Ist der Drucker nicht in Betrieb, fährt das Fängerrohr nach hinten, verschließt die Düse luftdicht und verhindert, dass Tinte eintrocknet und die Düse verstopft. Dadurch entfallen zeitaufwendige Reinigungsarbeiten.

 
Das Geheimnis der Geschwindigkeit: CIJ-Technik Made-in-Germany
 
Doch was macht die Drucker Made-in-Germany so effizient? Die sogenannte Continuous-Inkjet (CIJ) Technik, die Mathematiker, Ingenieure und Elektriker in jahrzehntelanger Forschungsarbeit perfektioniert haben. Sie ermöglicht einen Druck, der so schnell ist, dass er für das menschliche Auge unmöglich zu erkennen ist. Durch eine winzige Düse im zylinderförmigen Druckkopf, der über dem Kabel montiert ist, schießen pro Sekunde 128.000 elektrisch aufgeladene Tintentropfen in Richtung eines Auffangrohrs. Ein Hochspannungsfeld zwischen den Rohrenden verändert die Flugbahn einzelner Tropfen. Sie landen als Bildpunkt auf dem Kabel und trocknen in weniger als einer Sekunde. Wie von Geisterhand entstehen Aufdrucke mit Informationen wie Herstellername, Datamatrixcode und Grafiken. Nicht nur in Schwarz, Gelb und Blau. Neuerdings ist es sogar möglich, weiße Informationen mit höchsten Geschwindigkeiten gut lesbar auf einem schwarzen Kabel zu drucken – dank des Einsatzes spezieller Pigmenttinten im JET Rapid. 
 
 

Hält mit Extruder-Geschwindigkeiten von bis zu
1000 m/min. Schritt: Der JET Rapid von Leibinger. 


 
Zu sehen ist der JET Rapid auf der wire und Tube 2018 – der wichtigsten Leitmesse für die Draht-, Kabel- und Rohrindustrien, die vom 16. bis 20. April 2018 in Düsseldorf stattfindet. Leibinger präsentiert dort zudem den Flaggschiff CIJ-Drucker JET3up für Extruderanwendungen bis 600 m/min. Eine Besonderheit: Der Drucker arbeitet mit einer pigmentierten silbergrauen Tinte, die sowohl auf dunklen, als auch auf hellen Kabeln und Rohren lesbar ist. Durch diese Allround-Lösung entfällt die Notwendigkeit, für schwarzen und weißen Druck mehrere Geräte im Einsatz haben zu müssen.  
 
 

Egal ob ein dickes oder dünnes Kabel, ob PE oder Silikon:
Die Tinte des JET Rapid trocknet in weniger als einer
Sekunde und hält zuverlässig. 



Hintergrund:
Die Paul Leibinger GmbH & Co. KG aus Tuttlingen, gegründet 1948, ist Spezialist für die Produktkennzeichnung und die Druckindustrie. Das Unternehmen entwickelt und produziert Inkjet-Drucker, Nummerierwerke und Kamera-Verifikationssysteme zur Überwachung eines reibungslosen Produktionsablaufs. Als in dritter Generation familiengeführtes Unternehmen beschäftigt Leibinger rund  250 Mitarbeiter am Standort in Tuttlingen, Baden-Württemberg und in der Niederlassung in East Troy (USA). 


Kontakt:
Paul Leibinger GmbH & Co. KG
Daimlerstraße 14
78532 Tuttlingen
www.leibinger-group.com

 




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